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Rezept: Hackfleischkuchen

Quiche oder nicht Quiche, dass ist hier die Frage!

Naja, mein Hackfleischkuchen ist eigentlich keine Quiche. Oder eben doch, nur anders. Also halt eine Quiche für Männer 😉  FLEISCH!!!! Nicht zu vergleichen mit einer Quiche-Lorrain oder einer zarten Gemüse-Quiche aus Frankreich … 

Aber natürlich ist mein Hackfleischkuche auch für alle anderen geeignet, die gerne etwas kräftigere Küche mögen. Ich mache den Hackfleischkuchen schon seit 30 Jahren oder mehr und mag ihn immer noch … Man kann den Hackfleischkuchen entweder sofort warm essen oder auch (am nächsten Tag noch) kalt. Ich finde ihn kalt besonders gut! Kalt eignet er sich z.B. auch wunderbar als Mitbringsel für ein Buffet. Er verursacht wenig kosten und macht viel her! 

Von der Quiche unterscheidet er sich vor allem beim Teig. Ihr könnt ihn aber statt in einer Kuchen-Springform auch in einer Quiche-Form machen. Bedenkt, dass die meisten Quiche-Formen kleiner sind; ihr benötigt dann evtl. nur zweidrittel der Mengen!

Das folgende Rezept genügt für 4 Personen oder für zwei Personen, wenn man am nächsten Tag nochmal kalt davon ist.

Es liest sich komplizierter als es ist. Eigentlich ist es ein ganz einfaches Rezept, das man gut vorbereiten kann. Man muss dann nur noch die Springform füllen und ab in den Ofen damit …

Du brauchst:

  • Eine große Pfanne (idealerweise beschichtet, damit nichts anklebt)
  • Einen Bratenwender aus Holz oder Kunststoff zum Rühren in der Pfanne
  • Ein großes Messer zum Zwiebelschneiden bzw. zum kleinhacken der Zwiebeln. Ich nehme dafür eine „Moulinette“, für mich DER elektrische Zerkleinerer! Oder irgendein anderes manuelles Gerät zum Zwiebeln kleinhacken …
  • Eine Käsereibe (oder geriebenen Käse)
  • Einen Esslöffel
  • Eine Kuchen-SPRINGFORM mit 26 oder 28 cm Durchmesser
  • Backpapier, mit dem Ihr den Boden der Springform belegt
  • ggf. einen Mehlsieb

Für den Teig:

  • 300 g Weizen-Mehl (450er oder das etwas feinere 550er, dann könnt ihr euch das Sieben sparen)
  • 150 g Butter. Kalt und in kleine Stücke geschnitten.
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • Etwas handwarmes Wasser, so ca. 10 Esslöffel … da braucht ihr halt etwas Gefühl dafür 😉

Für die Füllung bzw. den Belag:

  • 500 g Rinder-Hackfleisch vom Metzger deines Vertrauens. Kauf eine vernünftige Qualität; mein Metzger macht das Hackfleisch vor meinen  Augen! Vergiss alles Abgepackte aus dem Supermarkt!
  • 2 mittlere Gemüsezwiebeln (das sind die ganz normalen, beigefarbenen 😉 )
  • 2 Esslöffel Öl für die Pfanne – Ich nehme gerne Sonnenblumen- oder Olivenöl. Für den „asiatischen Touch“ macht sich auch ein SESAMÖL gut.
  • Ein Esslöffel Mehl zum Binden
  • 1 – 2 Schnapsgläser Sojasauce
  • Einen Esslöffel Tomatenmark
  • Eine große halbe Tasse Fleischbrühe (da nehme ich eine Bio-Fertig-Brühe oder die von dem schwäbischen Herrn aus der Werbung, weil ich zum Brühe selbst kochen einfach zu faul bin!)
  • Je nachdem wie würzig man es mag etwas Sambal Oeleg (Paste aus rotem Pfeffer, findet ihr im Supermarkt in der Feinkostkonservenabteilung oder fragt euren italienischen, türkischen oder sonst wie exotisch ausgestatteten Gemüsehändler an der Ecke. MEIN türkischer Gemüseladen hat alles exotische, was man in der Küche braucht!)
  • Einen festen Käse, z.B. Gouda mittelalt oder einen Emmentaler. Wer es würzig mag: Einen Bergkäse. Ca. 150 – 200 g dürften genügen.

Tipp: Denk daran alles vorzubereiten und bereit zu stellen, damit danach mit mehligen Händen nicht die Sucherei und der Stress losgeht! 

So geht’s:

Der Teig wird wie ein gehackter Mürbteig gemacht. Ich mache ihn auf der Arbeitsplatte, wenn du Angst vor der Sauerei hast, nimm eine große Rührschüssel!

Du siebst das Mehl in eine Schüssel oder auf die saubere Arbeitsfläche (Mulde machen) nun arbeitest du nach und nach mit einer Teigkarte und/ oder den Händen die KALTE Butter (ich stelle die Butterstückchen sogar vorher kurz ins Gefrierfach!) und etwas von dem Wasser unter. Keine Angst, Butter und Mehl vermengen sich nach und nach; das wird sicher NICHT zu trocken. Gib ggf. nach und nach noch etwas von dem Wasser zu. Da muss man etwas zugreifen und Geduld haben, aber so (ähnlich) geht Mürbteig oder Quicheteig nunmal … Zügig arbeiten, damit die Butter nicht unter der Wärme der Hände komplett davonläuft.

Wenn der Teig ein schöner einheitlicher Teigklumpen aus Mehl, Wasser und Butter ist, macht ihr eine hübsche glatte Kugel daraus und stellt sie ZUGEDECKT im Kühlschrank kalt.

Jetzt bereitest du die SPRINGFORM vor. Bedecke den Boden mit Backpapier. Siehe meinen Tipp dazu hier!

=> Ofen auf 220°C vorheizen (Umluft).

Nun wird die Füllung vorbereitet:

Zwiebeln hacken, sofern ihr das nicht schon bei der Vorbereitung gemacht habt.

Öl in die Pfanne geben und Pfanne erhitzen. Die Pfanne muss HEISS sein!

Nun gibst du das Hackfleisch rein brätst es kurz an und gibst dann die Zwiebeln dazu. Kurz und kräftig anbraten, dann gibst du ds Tomatenmarkt dazu, mischt es gut unter und bestäubst das ganze dünn mit einem gestrichenen Esslöffel Mehl. Lieber NICHT zuviel Mehl nehmen, es muss sich ganz unterrühren lassen, sonst habt ihr später Mehlklumpen in der Sauce…

Wenn du es scharf oder würzig willst, gibst du jetzt Pfeffer, Sambal Oelek, vielleicht ein bisschen Paprikapulver dazu. NICHT SALZEN, denn die Sojasauce und die Brühe, die noch dran kommt machen das Ganze in der Regel salzig genug! 

Nun die Sojasoße dazu, kurz unterrühren und mit der Brühe ablöschen. 

Jetzt lasst ihr das ganze Einkochen, reduzieren, bis die Flüssigkeit weg ist. Aufpassen, dass euch das Hackfleischsößchen nicht anbrennt. Das Ganze soll nach saftiger Hackfleischsauce aussehen, ohne dass da Flüssigkeit steht. Probieren, ggf. nachwürzen, Pfanne zur Seite stellen. Das Hackfleisch darf ruhig kalt werden, das macht gar nichts, denn es kommt ja später nochmal in den Ofen.

Käse hobeln. Wir brauchen gehobelten oder geriebenen Käse, der dann zum Überbacken verwendet wird.

Nun holt ihr den Teig aus dem Kühlschrank und legt ihn in die Springform. Mit einem kleinen Hand-Roller (gibt es extra für runde Formen) oder mit Händen drückt ihr nun den Teig am Boden flach auf zumindest fünf Millimeter Dicke und dann am Rand der Springform etwas dicker und ca. 3 cm hoch. Die Profis backen nun den Teig „blind“ etwas vor. Ich mache es (für mich!) einfacher:

Den Boden des Teigs mit einer Gabel an der Oberfläche etwas löchern. Das sieht dann etwa aus wie der Keksoberfläche der „Prinzenrolle“. Der Teig kommt in den Ofen und ich achte darauf, dass mir der Rand nicht runterläuft. Denn der Rand ist ja ebenso butterig wie der Rest des Teigs und läuft daher schnell nach unten. Dazu nehme ich einen Löffel und schaue öfter mal nach dem Teig und drücke ihn wieder etwas hoch. Nach 5 – 7 Minuten nehmt ihr den Teig wieder aus dem Ofen. Wenn ihr geschickt gewesen seid, habt ihr jetzt einen Kuchenboden mit mindestens drei Zentimeter Rand, der auch von alleine steht 😉

Nun gebt ihr die Hackfleisch-Zwiebel-Mischung in die Springform, verteilt den Käse drüber und drückt das ganze mit einem Löffel oder der Hand etwas fest. Es wird also „nachverdichtet“ 😉 Dabei wird der Käse etwas in das Hackfleisch gedrückt.

Nun schiebt ihr das Ganze wieder in den Ofen, stellt die Temperatur auf 200°C zurück und gebt dem Hackfleischkuchen ca. 20 Minuten bis er schön überbacken und gebräunt (nicht verbrannt) ist. 

Springform rausnehmen, ein paar Minuten warten, dann den Ring abnehmen. Lasst den Hackfleischkuchen einfach auf dem Springform-Boden und stellt ihn auf einen Teller oder ein großes Brett. Jeder kann sich wie von einer Torte abschneiden, was er möchte … Oder schiebt den Hackfleischkuchen vorsichtig (!) auf eine große Kuchenplatte oder einen großen Teller. Allerdings könnte das nicht ganz einfach sein, weil der Hackfleischkuchen soooo ganz frisch noch brüchig ist.

Wenn ihr ihn auf dem Teller anrichtet, dann schneidet ihr am Einfachsten Stücke wie von einer Torte und benutzt einen Tortenheber zum Auf-de-Teller-Bugsieren. Gerade auf dem Teller angerichtet kann man dazu auch ein paar Salatblätter, einen Pflücksalat oder etwas Salat aus Baby-Spinat, dazu dekorieren.

Fotos folgen! Aber ihr könnt das sicher auch ohne Fotos 😉

Viel Spaß und guten Appetit!

 

Signatur_Bild
Euer „man at home“

Robert

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