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Grundrezept: Einfacher Rührteig

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Wenn ich im Supermarkt oder beim Billigbäcker (ach ne, zu dem geh ich ja gar nicht!) sehe, dass jemand vor mir einen abgepackten Marmorkuchen / Sandkuchen, Guglhupf oder ähnliches kauft, bekomme ich die Krise! Denn erstens ist es wirklich simpel einen Rührkuchen selbst zu machen, zweitens kann ich nicht verstehen, warum man einen Kuchen kauft, der vor allem durch Konservierungsmittel und sonstigen Unfug langfristig haltbar gemacht wird und drittens ist es ja wohl lächerlich, dafür ein vielfaches an Geld auszugeben, wenn ich einen viel besseren Kuchen in wenigen Minuten machen kann. Ach ja, ich vergaß: Die Zeit. Ja, während der Kuchen im Ofen ist, kann man dann ja wieder vor die Glotze oder ans Smartphone 😉 

Einen einfachen Rührteig verwendest du für alle „Sandkuchen“, für Guglhupf und z.B. Eierlikörkuchen, Marmorkuchen …

Welche Geschmackszutaten du in den Rührteig gibst ist egal: Da passt der Eierlikör eben genau so gut wie Kakao oder gemahlene Nüsse oder ein Likörchen, Rosinen, Kirschen oder Schokoflocken … Bei trockenen Geschmackszutaten musst du ein bisschen aufpassen … entweder du nimmst dann etwas weniger Mehl oder etwas mehr Flüssigkeit dazu. Bei den „nassen“ Zutaten nimmst du dann in der weiteren Bearbeitung einfach etwas weniger Milch.

Für einen großen Guglhupf oder eine große Kastenform brauchst du in der Regel 500 g Mehl und entsprechend mehr Zutaten.  Nimm einfach die doppelte Menge der unten genannten Zutaten!

Ich mache gerne eine kleine Kastenform, weil der Kuchen dann in einem Zwei-Personen-Haushalt immer frisch ist . Der Kuchen ist ja auch in ein paar Minuten angerührt und somit schnell nachgemacht …

Du brauchst

  • 1 Rührschüssel
  • Handrührgerät mit Quirlen
  • Teigschaber oder Teigkarte
  • Backpinsel
  • Kuchenform (Kastenform, Guglhupf-Form)

Die Zutaten für einen kleinen Guglhupf oder eine kleine Kastenform (halbe Menge):

  • 2 Eier
  • 150 g Margarine oder Butter + etwas Butter für die Backform
  • 1 Prise Salz
  • 130 g Zucker
  • Einen Teelöffel Vanillezucker (ich nehme einen groben Vanillezucker mit echter Bourbon-Vanille nicht die aus dem Papiertütchen 😉 )
  • 250 g Mehl (405 oder 550) + etwas Mehl für die Backform
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • bis zu 125 ml Milch
  • ggf. kleiner Topf mit Wasser für Glasur

Geschmackszutaten können zudem nach Belieben sein: Eierlikör (dann weniger Milch nehmen) Kokosnussflocken (dann weniger Mehl nehmen), Kakao, Schokoflocken, Rosinen, Amaretto/ Likör, gemahlenen Nüsse (ggf. dann weniger Mehl nehmen!)

Deine Teigmenge soll vor dem Backen etwa 2/3 der Backform füllen. Gib nict zu viel Teig in  die Backform, denn der Teig geht auf und läuft sonst über …

So geht’s:

Zuerst fettest du mithilfe des Backpinsels und mit etwas Butter oder Margarine die komplette Backform sorgfältig ein. Nun gibst du etwas Mehl dazu und verteilst es durch schütteln und kippen der Form über die gesamte gefettete Fläche = „Backform mehlieren“. Die From kannst du nun beiseite stellen.

Den Herd auf 190°C vorheizen.

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Nun gibst du in die Rührschüssel die Margarine oder die Butter. Mit dem Handrührgerät schlägst du jetzt bei mittlerer Stufe die Margarine/ Butter kurz schaumig, bis sie Spitzen zieht. Das dauert nur ein paar Sekunden.

Jetzt gibst du die Geschmackszutat dazu. Größere Mengen Geschmackszutaten (wie bei Marmorkuchen, Schokoladenkuchen oder Eierlikörkuchen, Kokosflocken oder gemahlenen Nüssen) gebe ICH erst später dazu. Vorerst beschränke ich mich auf die „kleineren Geschmackszutaten, z.B. Amaretto/ Likör. Langsam mit dem Rührgerät unterrühren.

Nun rührst du auf drei oder viermal den Zucker und den Vanillezucker unter.

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Jetzt gibst du das Ei/ die Eier nach und nach dazu und rührst sie kurz unter, bis der Teig glatt ist. Nicht länger als 20 Sekunden pro Ei. Du sollst kein Rührei produzieren, sondern einen gleichmäßigen, zähfließenden Teig.

In das Mehl gibst du nun das Backpulver und mischt es mit einem Löffel unter.

DSC02754Nun in kleinen Dosen das Mehl und die trockenen Zutaten je nach Kuchen, also z.B. Rosinen, Kokosflocken, … in die Rührschüssel dazugeben und abwechselnd mit etwas Flüssigkeit (Milch, Eierlikör) unterrühren. Mittlere Stufe des Handrührgeräts verwenden und zügig unterrühren. Kakao gebe ich erst später dazu! Außer es wird ein komplett dunkler „Schokoladenkuchen“, dann gebe ich etwas weniger Mehl und dafür die ganze Menge Kakao – Menge je nachdem wie dunkel ich den Kuchen mag – dazu. Wenn du zu lange rührst, wird der Teig zäh; das wollen wir hier nicht! Immer erst alles unterrühren, bevor du die nächste Zutatendosis dazugibst. 

Ganz zum Schluss rühre ich dann noch die Verbesserungszutaten wie z.B. Rosinen oder Schokoflocken unter. Bei Kirschen oder anderem Obst bitte beachten: Diese rühre ich erst unter, wenn ich die Hälfte des Teiges in der Backform habe. Ich möchte die Früchte ja nicht am Rand, sondern im Teig gleichmäßig verteilt haben. Ich gebe dann noch den restlichen Teig drüber und vermische dann in der Form erst die Früchte mihilfe einer Gabel oder eines Löfels im Teig, ohne dass die Früchte an der Oberfläche „schwimmen“. Damit habe ich beim Aufgehen des Teigs im Backrohr NICHT das Problem, dass die Früchte mit nach oben steigen.

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Bei Marmorkuchen Teig teilen!

Marmorkuchen: Hier gebe ich nun einen Teil des Teigs in die Backform, dann gebe ich dem zweiten Teil Kakao dazu, rühre diesen unter und gebe dann den dunklen Teig auf den hellen in die Backform. Dann wird mit einem Messer, Löffel oder Gabel der Teig etwas durchgezogen, so dass in der Backform die Marmorstruktur entsteht. 

Wenn du keinen Marmorkuchen machst, gibst du nun den kompletten Teig in die Backform.

Bedenke, dass die Backform nur zu 2/3 befüllt sein sollte, weil der Kuchen noch hochgeht! 

Dann ab in den Ofen damit. Für die kleine Menge gilt nun eine Backzeit von 40 -50 Minuten. Nach der Halbzeit nach deinem Kuchen sehen, damit er nicht zu dunkel wird. Ggf. mit einer Alufolie zudecken. Für eine große Form mit 500 g Mehl und entsprechend mehr Zutaten hast du eine Backzeit von 1 – 1 1/4 Stunden.

Mit einem Schaschlikholzspießchen oder einem Zahnstocher testest du, ob dein Kuchen durch ist: Nach dem Einstechen und wieder herausziehen in der Mitte des Kuchens darf kein Teig am Holzstäbchen haften. 

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Wenn du ein Bratenthermometer hast, dann sollte die Kerntemperatur deines Kuchens 83 – 85°C haben. Dann ist er sicher fertig. 

Abschlussarbeiten:

Den fertigen Kuchen lässt du in der Form kurz abkühlen und stürzt ihn dann auf ein Gitter. Nach dem kompletten Abkühlen kannst du ihn mit Puderzucker bestreuen oder mit Kuvertüre verzieren oder komplett mit Kuvertüre/ Glasur bestreichen.

Die Kuvertüre dazu machst du in einem Wasserbad warm, in dem du ein kleines Metallschüsselchen oder eine Stiehlkasserolle in eine große Schüssel mit Wasser stellst oder

eine Fertigglasur verwendest, die bereits in einem „Töpfchen“ ist, das du nur noch in heißes Wasser stellen brauchst. Geh da nach Anleitung auf dem Produkt vor. Zum Auftragen legst du am besten Küchen- oder Zeitungspapier unter das Gitter mit dem Kuchen, damit du später nicht die Glasur vom Tisch kratzen musst 😉 und verwendest einen Backpinsel.

Variation:
Den Teig kannst du übrigens auch in eine Springform geben und mein Rezept „Schneller Kirschkuchen“ damit machen. Du verwendest dann den Rührteig, gibst statt Schokolade großzügig Kakaopulver hinein (außer du magst einen „hellen“ Teig) anstatt des Kuchenboden-Teigs mit Schokolade. Die Kirschen legst du dann einfach auf den Teig in der Springform und drückst sie ebenfalls leicht an; diese dürfen dann auch etwas im Teig „absaufen“.

Viel Spaß und Guten Appetit!

Euer/ dein

Signatur_Bild
„man at home“

Robert

 

 

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