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RETRO-Rezept : „Toast“ meets „man at home“!

Manchmal muss es schnell gehen. Nachdem alle Fertiggerichte, Fertigpizzen und sonstige vergleichbare Verbrechen an meinem Gaumen absolut tabu sind, greife ich dann gerne mal zu Altbewährtem: Rezepte aus den 1970ern. Gnadenlos. Für (männliche) Retro-Fans in der Küche können die Gerichte aus der Zeit der letzten individuellen Autos, von ABBA und Käseigel, Schnellkochtopf und Fuchsschwanz  Tränen der Freude in den Augenwinkeln bedeuten! Also ein Rezept, genau so unkompliziert wie Hausmänner sein sollten 😉 

Toast Hawaii war in meiner Kindheit ein auf ein ungetoastetes Toastbrot gestapelter Press-Vorderschinken mit Ananas drauf und Scheibletten-Käse, den man nicht mehr von den Zähnen bekam, drauf. Getoppt durch eine kandierte Süßkirsche. FURCHTBAR!

ABER wenn man so einen Toast etwas aufpeppt … Bei mir trifft die Ananas einen würzigen Käse aus der Region und ein bisschen Sesamöl und Chilli. MEIN „Toast Hawaii“ ist bei mir der „Schnelle-Küche“-Klassiker schlechthin! Und am Ende gibt’s noch Tipps für erprobte Variationen!

Du brauchst:

  • Einen auf 180°C (Umluft) vorgeheizten Ofen (oder 200°C Ober-/Unterhitze),
  • Einen Toaster
  • Eine kleine Pfanne
  • Bratenwender
  • Ofenrost
  • ein Blatt Backpapier

Zutaten: 

  • Toastbrot – je nach Größe des Hungers .. zwei bis drei Toastbrot-Scheiben pro Person
  • HAUCHDÜNN geschnittener, gekochter Schinken, ca. 2 Scheiben pro Toast
  • HAUCHDÜNN geschnittene Baguette- oder Rindersalami, ca. 2 Scheiben pro Toast
  • HAUCHDÜNN geschnittenen Gouda oder anderen, würzigeren Schnittkäse, ca. 2 Scheiben pro Toast
    Wichtig: Käse, Salami und Schinken unbedingt HAUCHDÜNN schneiden lassen. Wenn das dein Metzger und Käselieferant nicht kann, such dir einen anderen! Die millimeterdicken Scheiben aus der Packung oder vom vorgefertigten Aufschnitt gehen gar nicht. Hauchdünn und du wirst ein neues Geschmackserlebnis haben!
  • etwas Quitten-Gelee, Preiselbeeren- oder Johannisbeer-Gelee, je Toast einen Teelöffel
  • in dünne Scheiben geschnittene Zwiebel, ein paar Ringe je Toast
  • Chilipulver oder Chili-Flocken
  • Etwas Sonnenblumen- oder Olivenöl, ich nehme gerne auch ein Sesamöl. Es bekmmt dann einen asiatischen Touch!
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Ananasscheiben (aus der Dose), je Toast eine Scheibe
  • Kleine (Kirsch-) Tomaten

So geht’s: 

Ofen auf 180 bzw. 200°C vorheizen. Gitter/Rost vorher herausnehmen.

Gitter/ Rost mit Backpapier belegen.

Kein heisses Backblech verwenden, sonst toastest du die Toastscheiben nochmal 😉 Die Toast werden dann knäckebrot-trocken. 

Die Toasts toastest du im Toaster hell-goldbraun vor, damit du danach keine Weißbrotpampe hast. Die vorgetoasteten Toasts dürfen ruhig kalt werden.

Toast auf den mit Backpapier belegten Gitterrost legen.

Einen Esslöffel Öl in der Pfanne erhitzen; nicht zu heiß! Gerade beim Oliven- oder Sesamöl aufpassen, dass es nicht zu heiß wird. Nun gebe ich die Ananasscheiben hinein und einen drittel Esslöffel Chilipulver oder etwas zerriebene Chiliflocken. Je nachdem, wie scharf du es magst kannst du die Menge variieren. Die Ananas brätst du nun schön gelb-braun an. Damit verlieren sie ihren sauren oder sogar leicht bitteren Geschmack und werden süß-sauer. Die Chili geben den Ananas noch asiatische Schärfe dazu!
In der Zwischenzeit belegst du deine Toasts liebevoll mit Schinken und Salami. 

Nun gibst du die Ananasscheiben drau und in die Mitte je nach Geschmack ein Teelöffelchen von dem Quitten- oder Johannisbeergelee oder den Preiselbeeren.

Die Verbindung „Gelee süß – Ananas süß-scharf – und würziger Käse“ macht’s dann zu einem besonderen Toast. Laß dich überraschen!

Nun kommen, wieder liebevoll drapiert, je Toast zwei Käsescheibchen drüber. Etwas Pfeffer aus der Mühle schadet gar nicht.

Je nach Größe eine Kirschtomate oder eine halbe kleinere Tomate oben drauf garniert, ein paar Zwiebelringe dazu … und dann in den vorgeheizten Ofen damit, mittlere oder obere Schiene.

Deine Toast sind nach wenigen Minuten fertig, sopätestens, wenn der Käse geschmolzen ist und die Zwiebelringe leicht gebräunt sind. Den Käse bitte nicht braun anbrennen lassen. Ungesund …

 


VARIATIONEN

  • Nimm statt dem üblichen Hartkäse ein paar Scheiben Camenbert, Brie oder etwas Raclette-Käse oder würzigen Bergkäse. Auch ein Feigensenf statt dem Gelee ist spannend!
  • Nimm statt der Ananas in Spalten geschnittene Birnen (eingemachte oder ausnahmsweise als Konserve) oder Schwenk die Birnenspalten (geschält!) in etwas Öl und einer Prise Chiliflocken in der Pfanne.
  • Nimm statt der Ananas grünen Spargel. Der wird NICHT geschält, das holzige Ende wird angeschnitten und dann wird er so lange bei mittlerer Temperatur in der Pfanne in wenig Olivenöl vorsichtig gebraten, bis er durch ist (mit Küchennadel oder Zahnstocker anpiksen, ob durch). Er darf noch etwas Biss haben … oder
  • Nimm weiße Spargelspitzen aus dem Glas. Kurz vorher für eine Minute in etwas Butter in der Pfanne durchschwenken, aber wirklich nur kurz, damit du keinen Spargelmatsch bekommst 😉

Viel Spaß mit diesem überarbeiteten Retro-Rezept und Guten Appetit!

Euer

Signatur_Bild
„man at home“

Robert

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