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Montag ist Brotgenuß-Tag! Roggen-Weizen-Dinkel-Brot

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Wenn du EINMAL ein gelungenes Brot NACH DEINEM GESCHMACK selbst gemacht hast, kaufst du NIE MEHR ein Brot beim Bäcker!

Wir machen ein einfaches leicht säuerliches und saftiges Mischbrot aus Roggen-, Weizen- und Dinkelmehl mit dem du kraftvoll in die Neue Woche starten kannst!

Der Unterschied zu meinem Joghurt-Brot: Der Teig ist etwas dunkler. Der Dinkelanteil und wenig Gewürze geben dem Brot einen kräftigen Geschmack und dennoch ist es trotz Dinkel- und Vollkornmehl-Anteil nicht trocken oder bröselig. 

Mein Brot bleibt in der Regel auch fünf Tage frisch und saftig – vorausgesetzt, dass es bis dahin nicht aufgegessen ist 😉

Da wir nur zwei Personen sind, mache ich lieber kleine Brote und dafür zweimal oder dreimal pro Woche.

Und es geschieht eigentlich (fast) immer nach dem gleichen Prinzip. Siehe meinen Beitrag „Brot machen mit Hefeteig“.

Du musst den Teig 20 – 24 Stunden vor dem Backen ansetzen.

Qualität und Geschmack hängen wesentlich vom Mehl ab. Kaufe dir GUTES Mehl. Ich hole mir mein Mehl aus regional angebautem Getreide direkt in der Mühle im nächsten Ort.

Ich setze am Samstag Nachmittags oder Abends einen Teig für ein kleines Brot an. Am Sonntagabend wird dann das Wochenende damit beendet, dass ich Brot backe.

Das Teigmachen am Samstag dauert nur wenige Minuten, am Sonntag bäckt das Brot während dem Sonntag-Abend-Film und am Montag früh habe ich dann ein frisches Brot, von dem ich genau weiß, was drin ist und das dann bis Mittwoch „aufgezehrt“ wird. Am Dienstagvormittag setze ich wieder Brot an und habe dann ab Mittwochmittag wieder frisches Brot bis zum Wochenende. Da gibt es dann selbst gemachte Semmeln (Brötchen), die ich so bei keinem Bäcker bekomme.

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Roggen-Weizen-Dinkelbrot mit selbstgemachter Marillen- und Erdbeermarmelade

Nachdem mein Tag heute mit einem frischen Brot und selbstgemachter Erdbeer- und Marillenmarmelade begonnen hat, wird’s nun Zeit für das Brotrezept auf „manathome.blog“

Für mein haus- und handgemachtes Brot brauchst du:

– 1 große (Rühr-)Schüssel für den Teig aus Metall oder Kunststoff
– 1 kleines Schüsselchen oder eine Tasse, um die Hefe aufzulösen
– Eine Waage zum Abwiegen der Zutaten 😉
– Eine Teigkarte, ersatzweise einen Teigschaber und deine Hände!
– Frischhaltefolie zum Abdecken der Schüssel während der Teig „geht“ und
– einen Teller zum Beschweren

Zutaten:

  • 150 g Roggenmehl 1150 (gibt es im Supermarkt, ziemlich sicher aber im Bio-Supermarkt)
  • 50 g Roggen-Vollkornmehl
  • 50 g Weizenmehl 550
  • 40 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 150 g Joghurt (Vollmilchjoghurt)
  • Frische Hefe (du brauchst nur gaaaanz wenig, ein Kügelchen mit ca. 1 cm Durchmesser, kannst du dir ggf. auch von der Nachbarin oder vom Nachbarn ein bisschen was schnorren)
  • Ein dreiveirtel Esslöffel Salz
  • 1 dreiviertel Schnapsglas weißen Balsamicoessig
  • 80 ml Wasser (das sind 80 g), gut handwarm
  • ½ Teelöffel Koriander, fein gemahlen
  • !/2 Teelöffel gemahlenen Kreuzkümmel. Keine Sorge, der gemahlene Kreuzkümmel schmeckt gaaaanz anders, als der „normale“ Kümmel, den man gerne mal in den Bäckereien verwendet.

So geht’s:

Das Wasser sollte so warm sein, dass du es als angenehm empfindest, ca. 30 – 35 Grad. Nicht zu hieß, denn das mag die Hefe nicht! Von dem Wasser gibst du drei bis vier Esslöffel in die kleine Schüssel oder Tasse und löst darin die Hefe auf. Du brauchst nur ganz wenig Hefe. Mach dir ein Kügelchen von knapp einem 1cm Durchmesser. Dieses löst du dann in dem kleinen Wasserschüsselchen auf, Während du in deine große (Rühr-)Schüssel  alle Mehlsorten, die beiden Gewürze und das Salz gibst und vermischt.  Wichtig ist, dass du eine Schüssel verwendest, die groß genug ist, damit der Teig noch locker auf das doppelte Volumen gehen kann. Nun gibst du den Joghurt dazu, dann das Wasser und zum Schluss die Hefelösung aus der Tasse. Die Hefe muss gut aufgelöst sein! Nun mischt du mit den

Händen den Teig gut durch und knetest in direkt in der Schüssel. Wenn dir der Teig zu trocken erscheint, dann habe etwas Geduld. Du musst gut durchkneten, bis alles Mehl untergearbeitet ist. Und du eine glatte Teigkugel hast.

Nun deckst du die Schüssel mit Frischhaltefolie ab und legst einen Teller drüber, um das Ganze dicht zu halten und zu beschweren.

Den Teig lässt du nun bei Zimmertemperatur stehen. Alle paar Stunden, wenn du zufällig an dem Teig vorbeikommst, „ziehst“ du den Teig auf. Das heisst, du nimmst ihn mit (feuchten) Fingern oder mithilfe einer Teigkarte und ziehst ringsum ein kleines Stück am Rand des Teiges UNTEN an und klappst ihn nach oben. Das kannst du in der Schüssel machen, du brauchst kein Mehl dazu und auch die Küche nicht einzusauen. Einfach in der Schüssel kneten und mit der glatten Kugelseite wieder nach oben in der Schüssel liegen lassen. Über Nacht knetest du den Teig, bevor du zu Bett gehst und dann wieder nach dem Aufstehen. Sooo genau geht das nicht, der Teig kann keine Uhr lesen und geht auch ohne dass du dauernd aktiv bist.  Du solltest den Teig in 24 Stunden ca. 4 x „aufgezogen“ und geknetet haben. Öfter schadet nicht, gönn ihm aber immer eine Pause von 2 – 3 Stunden dazwischen. Ich mache den Teig so nebenbei und widme mich ihm immer dann, wenn ich zufällig wieder vorbeigehe …

Nun lässt wartest du also bis zum nächsten Tag …

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Am nächsten Tag …

Dein Teig hat nun ungefähr 24 Stunden „gehen“ hinter sich.

Nun streust du etwas Mehl auf die Arbeitsfläche und schüttest den Teig darauf. Den Teig knetest du nun wie oben beim Aufziehen gezeigt von jeder Seite nach dem Langziehen zu einer Kugel.

Da du wahrscheinlich keinen Gärkorb hast, nimm eine Schüssel – am besten aus Holz – reibe sie innen mit Mehl ein und gib das Brot mit der GLATTEN OBERSEITE nach unten in

die Schüssel, wie du oben auf den Fotos (hier mit dem Brotkorb) siehst. Leg ein Küchentuch über die Schüssel, um den Teig abzudecken. Hast du keine Schüssel in der richtigen Größe, formst du das Brot „frei Hand“ zu einer Kugel und legst es mit dem Schluss, also der nicht kugelglatten Seite, der die Unterseite des Brotleibs wird, nach unten auf die Arbeitsfläche. Nimm die Rührschüssel, in der der Teig gegangen ist und stülpe sie drüber. So lässt du das Brot eine halbe Stunde ruhen.

Heize nun während das Brot ruht deinen Backofen auf 240°C vor. KEINE UMLUFT, davon wird dein Brot trocken!  Das Backbleck lässt du dabei im Ofen!  Kein Backpapierverwenden, denn dieses verträgt nur ca. 200°C. Auch keine Alufolie oder so. Das Backblech auf keinen Fall fetten!

Tipp:
ICH mache ausschließlich Steinofenbrot auf einem Schamottstein, den ich in den Ofen lege! Wenn du öfters Brot machst, solltest du das mal probieren! Mehr dazu am Ende des Beitrags …

Wenn dein Ofen vorgeheizt ist und dein Brot geruht hat, kippst du das Brot direkt aus der Schüssel auf das Blech. Den Ofen schnell wieder zu machen. Auf 230° C zurückschalten.

Dann lässt du bei der Laibgröße, die wir mit den o.g. Zutaten gemacht haben, dein Brot bei Ober- und Unterhitze 30 Minuten backen. Wirf zwischendurch einen Blick auf dein Brot. Wenn du ein Küchenthermometer (Bratenthermometer) hast, kannst du dein Brot nun prüfen. Dein Brot sollte jetzt ungefähr 95°C Mitteltemperatur haben. Somit ist es fertig. Wenn du kein Thermometer hast, vertraue darauf – es wird fertig sein … Im Zweifelsfalle machst du den „Klopftest“. Klopf auf die Unterseite. Wenn es sich hohl anhört, ist dein Brot fertig 😉  Nimm es aus dem Ofen und lege es auf ein Kuchengitter zum Abkühlen.

NICHT GLEICH ANSCHNEIDEN, auch wenn du SOFORT probieren möchtest. Gib deinem Brot etwas Zeit zum abkühlen und entspannen. Außerdem trocknet dir der erste Anschnitt so nicht aus 😉

Wenn dein Brot abgekühlt ist und die ersten Stücke probiert worden sind, packst du es am besten in Backpapier ein und bewahrst es im Brottopf auf.

Ich mache übrigens alle meine Brote und Semmeln auf einem Stein als „Steinofenbrot“ … Dazu später an anderer Stelle mehr …

Wenn du ein paarmal Brot gemacht hast, dann ist die Vorbereitung für den Teig innerhalb weniger Minuten geschehen und der Rest geschieht fast schon „nebenbei“.  Dafür sparst du dir das Anstehen beim Bäcker und hast DEINE beste Qualität und weißt genau, was du ist. Lebensmittel bekommt damit eine ganz andere Bedeutung!

 

Viel Spaß und Guten Appetit!

Euer/ dein

Signatur_Bild
„man at home“

Robert

 

=>> Mein Tipp …
für alle, die öfter Brot backen und den Geschmack und die Konsistenz eines Steinofenbrotes mögen … ich backe ALLE meine Brote und Brötchen (Semmeln) sowie Pizza auf einem Schamottestein. Den bekommst du beim Kaminbauer vor Ort oder du bestellst ihn dir … Bestell-Link:

Brotbackstein aus Schamotte für Backofen und Grill für genial gutes Steinofenbrot!

… und damit du dein Brot in und aus dem Ofen bekommst 😉
Brot- und Pizzaschaufel aus Pappelholz

– Gärkorb für bis zu 1 kg-Brotlaib:
SIDCO ® Gärkorb Brotform Peddigrohrkorb 1,0 kg rund

– Kleiner Gärkorb für bis zu 500-Gramm-Brotlaib:
SIDCO ® Gärkorb Brotform Peddigrohrkorb 0,5 kg rund

4 replies »

  1. Eigentlich bin ich ja Sauerteigbrotfan, aber wenn ich das bei dir so lese und sehe – vielleicht sollte ich es doch auch mal mit Hefe probieren.

    Das Semmel-Rezept würde mich auch mal interessieren. Meine sind zwar lecker aber sie wollen nie so aufgehen beim backen. Obwohl sie innen trotzdem fluffig sind. vielleicht komm ich ja noch dahinter woran es hakt.

    Gefällt 2 Personen

  2. Die Semmeln/ Brötchen werden kommen. Gebt mir etwas Zeit! Ein bisschen Kreuzkümmel gebe ich gerne ins Brot, weil es das Brot meiner Meinung nach auch etwas „verträglicher“ macht, vor allem wenn man zu oder auf ein herzhaftes „Bauernbrot“ noch einen guten Schinken oder Käse draufpackt …

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