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Gemüsecurry mit Tofu in Erdnussmarinade

Nachdem mich Pauline vom Blog „mind-wanderer“ angeregt hat, mehr Tofu-Rezepte zu probieren, hat mich ein Restaurantbesuch in Belgien, in dem es TOFU in verschiedenen Zubereitungsformen und indonesische Fleischgerichte gebraten in Erdnussbutter gab, dazu animiert, ein vegatarisches Curry mit Tofu in Erdnussmarinade zu probieren.

Bei meinem Gericht wird also statt Fleisch Tofu also in einer Erdnusscreme mariniert. Die Grundlage und würzig-leicht-scharfe Ergänzung bildet ein rotes Gemüsecurry, das etwas süß-saures Gemüse dazu bekommt.

Für das Marinieren brauchst du etwas Zeit. Der Tofu sollte 4 Stunden mariniert werden. Das macht er aber alleine 😉


Du brauchst
:

  • Eine große Pfanne
  • Eine kleine Pfanne
  • 1 mittelgroße Schüssel zum Marinieren
  • Bratenwender
  • Gemüsemesser
  • Teller zum Servieren
  • Gurkenschäler
  • Zwei Holzbretter oder Teller und einen größeren Topf mit Wasser zum Auspressen des Tofus
  • Teelöffel, Esslöffel

 

Zutaten für 2 Personen:

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  • 200 g Natur-Tofu
  • 1 kleine Birne
  • 1 Tomate
  • 1 kleiner Blumenkohl
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 kleine rote Paprika
  • 1 kleine Gärtnergurke
  • 1 gestrichener Esslöffel Rote Thai-Curry-Paste (Asialaden)
  • 1 handvoll kleiner Pilze (Champignons, Egerlinge oder Shitake)
  • 3 Esslöffel NICHT SALZIGE (!) Erdnusscreme
  • 3 Esslöffel Sojasoße
  • 3 Esslöffel Mirin (bekommst du im Asialaden)
  • etwas Wasser
  • Sonnenblumenöl zum Anbraten

 

So geht’s:

Wie immer bereitest du alle Zutaten und die notwendigen „Werkzeuge“ vor, damit du während des Kochens nicht lange suchen musst.

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Da kommt jetzt noch ein Topf mit Wasser zum Beschweren drauf …

Tofu waschen und dann über einer Schüssel oder in der Spüle zwischen zwei Brotzeitbretter legen (ich lege ihn auf den gelöcherten Spätzle-Hobel!) und mit dem Wassertopf beschweren, so dass der Tofu ausgepresst wird. Gib ihm eine halbe Stunde Zeit.

Dann schneidest du ihn in gleichmäßige happengroße Würfel.

In der Schüssel verrührst du die Erdnusscreme mit der Sojasoße, dem Mirin und ggf. etwas Wasser zu einer zähflüssigen Paste. Den Tofu in die Marinade geben und untermischen. Zugedeckt 4 Stunden ziehen lassen.

Direkt vor dem Zubereiten – nachdem der Tofu mariniert ist! – machst du weiter …

Stell deine Essteller warm! Dann hast du mehr Freude am Essen … Ofen auf 70°C vorheizen (Warnhaltefunktion) und die Teller dort vorwärmen.

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Von dem Blumenkohl schneidest du eine gute Handvoll Röschen ab. Du wirst den Blumenkohl kaum ganz brauchen … den Rest kannst du ja ein paar Tage später in einem anderen Gericht verwenden oder einfach einfrieren, bis du ihn brauchst.

Die Blumenkohlröschen schneidest du der Länge nach in der Mitte durch.

Die Zucchini waschen, der Länge nach auseinanderschneiden und mit einem Teelöffel die Kerne entfernen. Dann die halben Zucchini in ca. 5 – 7 mm dicke Scheibchen schneiden. Zucchini werden NICHT geschält!

Pilze mit einem Tuch saubermachen. NICHT WASCHEN! Pilze werden NIE gewaschen! Strunk/ „Füßchen“ entfernen.

Die Paprika teilen entkernen, Strunk und alles weiße Innenleben schön wegschneiden und dann in ca. 2 x 2 cm große Stücke schneiden.

Gurke schälen und ebenso wie bei der Zucchini die Kerne entfernen (außer du hast eine sehr kleine Gärtnergurke gefunden, dann kannst du das Innenleben lassen) und in Scheiben schneiden.

Birne schälen, vierteln, Strunk und Kernhaus entfernen und der Länge nach in schmale Spalten schneiden.

Weils schneller geht, arbeite ich nun mit zwei Pfannen gleichzeitig weiter …

In jede Pfanne kommt etwas Sonnenblumenöl zum Anbraten. Zweidrittel der maximalen Hitze einstellen, so dass du kräftig anbraten kannst. In eine Pfanne gibst du nun die Pilze und die Paprikawürfel und brätst sie unter Rühren zwei Minuten kräftig an, dann Hitze zurückschalten und bei mäßiger Hitze weitergaren lassen. In die Zweite Pfanne gibst du die Blumenkohlröschen und brätst sie 5 Minuten bei mittlerer Hitze rund um an, bis sie leicht weich sind. Ganz weich werden sie nicht, sie sollen etwas Biss haben und behalten. Dann gibst du die Zucchinenscheibchen dazu und und die Birnenscheiben dazu und brätst sie beidseitig goldbraun an. Gibst du in die Pfanne mit den Pilzen und Paprika einen Esslöffel Thai-Curry-Paste und ein paar Esslöffel Wasser. DSC00217Paste und Wasser verrühren. Dann schüttest du den Inhalt der Blumenkohl-Zucchini-Birnen-Pfanne dazu und mischt alles vorsichtig zusammen. Ggf. noch etwas Wasser dazugeben, so dass immer etwas „Soße“ in der Pfanne steht. Die Pfanne ggf. halb mit einem Deckel zudecken und bei geringer Hitze vor sich hinköcheln lassen, bis du den Tofu fertig hast und servieren kannst.

DSC00218In der nun frei gewordenen Pfanne erhitzt du bei zweidrittel der maximalen Herdplattenhitze soviel Öl, dass der Boden der Pfanne gerade so bedeckt ist. Nun nimmst du die Tofustücke mit einem Löffel aus der Marinade und gibst sie direkt in die Pfanne. Sobald alle Tofustücke drin sind, schaltetst du die Herdplatte auf die Hälfte zurück. Die Marinade bildet eine Schicht auf dem Tofu. Du musst nun sehr genau schauen, dass du einerseits die Tofu-Stücke nicht anbrennen lässt, andereseits nicht zu früh wendest, weil sonst die Marinade in der Pfanne kleben bleibt oder vom Tofu abfällt. Die Marinade wird knackig braun (siehe Foto). Den Tofu also rundum anbraten.

Sobald der Tofu fertig ist, gibst du zu dem Gemüse in der anderen Pfanne noch WENIG Salz (die Marinade ist wegen der Sojasauce ausreichend salzig).

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Dann gibst du von dem Gemüsecurry jeweils eine Portion auf die Teller und garnierst den gebratenen Tofu dazu.

 

 

 

Viel Spaß und Guten Appetit!
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Euer/ dein

„man at home“

Robert

7 replies »

  1. Mit einer Erdnussmarinade. Mmhh… das stelle ich mir super lecker vor! Ich liebe sowieso solche Currys vom Asiaten, die mit Erdnüssen oder Cashews verfeinert werden. Da passt es ja perfekt, dass ich gerade noch eine Packung neutrales Tofu im Kühlschrank habe!
    Gestern gab es bei mir schon Tofu-Hack mit Gnoccis und Tomatensauce 🙂 Das war super lecker!
    Ich werde wohl immer mehr zum Tofu-Liebhaber 😀 Schmeckt aber auch wirklich gut, wenn man es richtig zubereitet 🙂
    Ich Straßburg hatte ich auch eine Miso Suppe im Sushi Restaurant, in der Tofu schwamm. Das hat auch sehr gut gepasst und möchte ich gern mal nachmachen 🙂 dazu brauch ich aber erstmal Tamari Sauce, ist dieses Mirin sowas ähnliches?

    Liebe Grüße
    Pauline ❤

    http://www.mind-wanderer.com

    Gefällt 1 Person

    • Tamari gehört eher in die Soja-Saucen-Ecke. Ist vermentierte Sojasauce. Japaner haben oft einen seltsamen Geschmack und essen schonmal fermentierte Sprossen und so … die ein europäischer Magen eher sofort wieder von sich gibt (zumindest meiner ;- ). Mirin ist ganz was anderes. Süßer Reiswein, fermentiert und mit Hefe angereichert, den man zum Kochen verwendet. Mirin ist klar, fast durchsichtig, eine für meinen Geschmack süß-alkoholische Geschmacksrichtung. Ich nehme gerne Mirin, auch außerhalb der japanischen Küche, z.B. wenn ich thailändisch koche. Keine Sorge, von dem Alkohol merkst du nichts mehr, weil du den ja verkochst. Statt Tamari nimmst du für die Suppe einfach Miso-Paste und Dashi-Brühe. Die bekommst du im ASIA-Laden. Je nach Suppe nimmst du weißes und/oder rotes Miso. Rezepte kann ich dir welche geben. Dann einfach per Mail an mich wenden … Robert vom „man at home-blog.

      Gefällt 1 Person

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