man's diary - Angemerkt. Glosse, Kolumne

Glosse: Angemerkt! – Zum Ökotest „VEGANE BROTAUFSTRICHE“

Gerade wieder erlebt: Im Bio-Supermarkt hinter mir an der Kasse … KEIN EINZIGES FRISCHES LEBENSMITTEL im Einkaufswagen, aber im Biomarkt einkaufen … Da geht einem doch der Hut hoch!

Offensichtlich hört „Bio“ da auf, wo jeder Maiskoben einzeln in Folie verpackt ist und wo man die Verpackung des „Bio“-Fertiggerichts ausführlich lesen muss, um dann festzustellen, dass im ach so tollen veganen Fertiggericht Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und Farbstoffe vertreten sind, damit das Zeug überhaupt noch jemand kauft und isst.

Da bestärkt mich doch der aktuelle Bericht von „Ökotest“ zum Thema „Vegane Brotaufstriche“ in meiner Meinung, dass man doch – wenn man sich schon „gesundheitsbewusst“, vegetarisch und vegan ernähren möchte – einfach die Mehrzahl der Dinge, also hier der Lebensmittel, doch selbst machen  sollte. Wer sich „vegan“ und „vegetarisch“ auf die Fahne schreibt, sollte dann doch einfach mal damit beginnen, über den Tellerrand hinaus zu schauen und sich eben genau solche einfachen Dinge wie Brotaufstriche selbst machen! Denn mit etwas Interesse, wenig Zeit und etwas Aktivierung der kleinen grauen Zellen sollte es doch möglich sein, weitestgehend auf Fertigprodukte zu verzichten … Nein, Zeit ist kein Argument, solange man drei Stunden am Tag auf dem Smartphone unterwegs ist und unzählige Stunden vor der Glotze völlig sinnlosen Mist ansieht! JEDER ist in der Lage, zumindest einfache Gerichte selbst zuzubereiten. Der Rest ist Wollen! 

Wir sollten also mal wieder alle ein kräftiges DANKESCHÖN an alle die (mich bitte nicht übergehen, sonst bin ich traurig ;-)) loslassen, die irgendwo kreative FRISCHrezepte bloggen (erspart uns bitte zu erzählen, wie ihr ein Fertiggericht unter Einsatz eures ganzen Kochkönnens erwärmt habt!) und die (also die Rezepte) endlich mal auch wirklich mit in den Supermarkt und in die Küche nehmen. 

Hier geht’s also zur Zusammenfassung in der Zeitung:

Ökotest „Vegane Brotaufstriche“ in der Augsburger Allgemeinen

Wer es ganz ausführlich will, der schaut bei Ökotest online nach.

In diesem Sinne …  Gutes Bloggen, ein schönes Wochenende und viele neue Rezepte für und von uns allen!

Euer/ dein 

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„man at home“

Robert

 

4 replies »

  1. Genau deshalb kann ich mit dem BIO Label nicht wirklich was anfangen. Bei „meinem“ Bioland Hof hatte ich mal BIO Dinkelkekse gekauft und mich dann hinterher geärgert, als ich gesehen habe, dass auf der Zutatenliste Palmöl strand, auch so eine Sache…
    Außerdem ist es z.B. irgendwie sinnfrei BIO Bananen zu kaufen wenn man bedenkt, wieviele 1000 km die hierher transportiert werden.
    Auch bei der Tierhaltung sagt das Siegel eher was über das Futter aus als über die Haltungsbedingungen.
    Die Nicht BIO Hühner meiner Eierfrau leben sicher besser als so manches BIO Huhn aber sie sind halt nicht zertifiziert.
    Für viele ist BIO halt einfach gerade IN, das sind dann auch die, die mit dem dicken Geländewagen vor dem Bioladen parken 😉
    Nicht ärgern, nur wundern 😉
    LG Diana

    Gefällt 2 Personen

    • Da bin ich ganz bei dir. Ich mache das auch so: Unser „Hühnerlieferant“ ist auch nicht „biozertifiziert“, hat aber Freilandhaltung und füttert nur aus eigenem Anbei, das heißt, die Tiere bekommen kein Futter dubioser Herkunft und mit irgendwelchen Zusätzen. Das schmeckt man. Und mir ist das Freilandhuhn-Ei aus der Region tausendmal lieber als ein Bio-zertifziertes Ei, das aus Bodenhaltung ist und über große Strecken angeliefert wurde. Ebenso bei meinem Metzger. Da steht von Haus aus an der Theke und in der Theke am einzelnen Produkt, woher es kommt. Warum man „Bio“-Obst oder Gemüse rund um den halben Globus karrt, versteh ich ohnehin nicht. Bio-Obst aus Portugal oder der Türkei ist alleine schon deshalb nicht mehr bio, weil es tausende Kilometer im LKW und/oder Flugzeug verbracht hat. Ich mache das auch so, dass ich statt dem Bio-Siegel das Etikett auf der Verpackung lese. Wenn man dann noch ein bisschen Interesse an der eigenen Ernährung und in der Schule (und ich bin vor für 40 Jahren zur Schule gegangen!) aufgepasst hat, dann kommt damit ein gutes Stück weit. Gesundheit und Biobewusstsein beginnt für mich da, wo ich mir bei der Ernährung Gedanken darüber mache, WAS ich meinem Körper zuführe. Da sind wir dann auch ganz schnell dabei, dass nur SELBST und möglichst frisch kochen auch Sinn macht …

      Gefällt 1 Person

  2. Also ich kaufe im Bio Laden eigentlich auch nie frische Produkte ein. Einfach weil die aus den normalen Supermärkten qualitativ ebenso gut sind und wir vieles auch im Garten haben. Aber im Bio Laden gibt es eben Produkte die die meisten Supermärket nicht haben und dafür ist es praktisch 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Zweifelsohne ist der Bio-Markt die meist sinnvollere Alternative zum eigenen Garten als der Supermarkt. Vom Billig-Discounter rede ich erst gar nicht … Wesentlich ist nicht das WO, sondern letztlich das WIE und WAS und vor allem, ob es wirklich SINNVOLL ist … 😉 LG

      Gefällt 1 Person

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