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Rezept: Gefüllte CousCous-Knödel mit Ofengemüse (auch ayurvedisch/ vegan möglich!)

Normalerweise mache ich ein Ofengemüse mit vielen Kräutern und Olivenöl, so wie es in Südfrankreich gerne gemacht wird. Dazu ein frisches Baguette und ein paar schöne Rippchen oder Filetstücke vom Lamm. Aber warum soll man nicht mal variieren …

Beim Ofengemüse habe ich die üblichen Gemüse zum Teil ausgetauscht und ergänzt nach einem ayurvedischen Rezept gewürzt. Also so ein bisschen „Ayurveda meets Südfrankreich“. Und damit es ein bisschen was zum Reinbeißen dazu hat, habe ich noch ins arabische/ türkische Zutatenfach gegriffen, die Gewürze aus Indien dazugepackt …  und CousCous mit Schafskäse gefüllt. Und damit das auch meinen bayerischen Ansprüchen gerecht wird, sind die auch gleich in der Größe den hiesigen Maßstäben angepasst , also richtig g’scheite Knödel geworden …

Ein mildes Gericht, super gut verträglich. Und wenn du den Schafskäse weglässt (man kann dafür wunderbar auch eine kleingeschnittene Datteln oder Pflaumen als Füllung nehmen) und veganes Ghee oder Öl und statt Sahne etwas Kokosmilch verwendest ist es auch noch vegan und ayurvedisch, zumindest ganz MEINEM „Konstitutionstyp“ entsprechend 😉

Du brauchst:

  • Einen kleinen Topf
  • Ein kleines Töpfen für Gewürze und Ghee/ Butterschmalz/ Öl
  • Ein Gemüsemesser
  • Eine ofenfeste, flache Form
  • Eine kleine Pfanne
  • Löffel, Kochlöffel, Bratenwender
  • Einen Teller und Küchenpapier zum Abtropfen
  • 1 Teller für die Semmelbrösel
  • Teller zum Servieren bzw. Essteller

Zutaten für 2 Personen:

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                Für das Ofengemüse:

  • Gemüse so viel wie du willst und welches dir gefällt!

Du kannst jedes Gemüse nehmen, ganz nach Geschmack, Lust und Laune. Sehr gut auch Auberginen, ganze Knoblauchzehen, halbe/ viertelte Zwiebeln je nach Größe (dann ist es halt weniger ayurvedisch), kleine halbierte Kartoffeln, Blumenkohl uvm.

Ich habe eine halbe rote Zwiebel, eine halbe Zucchini, einige Kirschtomaten, eine halbe rote Paprika genommen und am Ende noch einige Mango-Schnitze dazugeben.

Für das Gemüse brauchst du zudem noch:

  • 1 Teelöffel Curcuma
  • ¾ Teelöffel gemahlenen Kreuzkümmel
  • ¾ Teelöffel gemahlenen Koriander
  • Etwas Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Esslöffel Ghee oder Butterschmalz (bzw. veganes Ghee oder Öl)
  • 1 Schuss Sahne (bzw. Kokosmilch für Veganer)

 

Für die CousCous-Knödel

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  • Eine Kaffeetasse Couscous (gibt’s im gut sortierten Supermarkt oder beim türkischen Lebensmittelhändler. Frag den auch gleich nach der Zubereitung, falls du die Aufschrift auf der Packung nicht lesen kannst … MEIN arabisch oder türkisch ist z.B. miserabel 😉 )
  • Zwei Tassen Wasser (ich gebe immer noch einen kleinen Schuss Weißwein dazu) => Anleitung auf der Couscous-Packung beachten!
  • 1 gehäufter Teelöffel Curcuma
  • 1 Ei (oder für veganer irgendwas anderes, was sie immer zum Binden anstelle von Ei nehmen)
  • Einige Löffel Semmelbrösel („Paniermehl“)
  • 3 Esslöffel Speisestärke
  • Eine Messerspitze zerreibene Chiliflocken
  • Eine kleine Packung Schafskäse (100 g)

Veganer können auch wunderbar gehackte Datteln oder z.B. Pflaumen (kurz in Öl               anbraten) verwenden!

  • ½ Teelöffel (Marokkanischen) Schwarzkümmelsamen
  • Einige Löffel Ghee/ Butterschmalz und/ oder Öl, je nach Pfannengröße, zum Fritieren/ Herausbraten der Knödel

So geht’s:

Richte dir wie immer vorher alles her, damit du dann beim Kochen nicht nach Werkzeug und Zutaten suchen musst.

Den Herd auf Grillfunktion oder 240°C OBERhitze vorheizen

Das Couscous mischt du mit dem gehäuften Teelöffel Curkuma und den Chiliflocken.

In den kleinen Topf gibst du das Wasser, bei dem von mir verwendeten Couscous benötigt man gut die doppelte Menge Wasser wie Couscous (ich gebe daher immer einen kleinen Schuss Weißwein dazu, nicht zu viel, sonst wird es bitter!) und bringst es zum Kochen.

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In die kochende Flüssigkeit rührst du mit dem Kochlöffel das Couscous mit Curcuma und Chiliflocken, schaltest die Temperatur des Herdes auf geringe Hitze zurück und lässt das Couscous fertigziehen. Bei dem von mir verwendeten Couscous dauert das 5 bis 7 Minuten. Dann ist auch alle Flüssigkeit aufgesogen und das Couscous weich. Aufpassen, dass dir das Couscous nicht anbrennt! Ggf. noch einmal etwas Wasser zugeben und rühren. Das Couscous muss weich und trotzdem körnig sein.

Das Couscous stellst du zur Seite und lässt es abkühlen.

Nun schneidest du das Gemüse in Würfel und breite Streifen, ganz nach Belieben.

Ein Tipp für die Verwendung von Auberginen: Falls du Auberginen verwendest, diese am besten in ca. 5 mm dicke Schieben schneiden und vorher auf beiden Seiten etwas salzen!

Ghee/ Butterschmalz in dem kleinen Töpfchen bei mittlerer Temperatur zerlassen.  Die Form für den Ofen mit etwas zerlassenem Ghee einfetten, damit das Gemüse später nicht anbrennt.

In das Töpfchen mit dem restlichen Ghee gibst du die Gewürze: Curcuma, gemahlenen Kreuzkümmel, gemahlenen Coriander, Pfeffer aus der Pfeffermühle. Die Gewürze einige Minuten im Ghee … ziehen lassen, damit sie sich und ihr Aroma entfalten können. Nun mischt du nach und nach alle Gemüse in der Gewürz-Gheemischung unter und legst sie nach und nach in die gefettete Form für den Ofen, so dass das nett aussieht und einen schönen Gemüseteller gibt. Solltest du SEHR SCHNELL garendes Gemüse oder Obst (ich habe hier Mango verwendet) haben, gibst du es erst in den letzten 10 Minuten Garzeit hinzu.

Nun ab mit dem Gemüse in den Ofen. Es wird – je nach Gemüse – ca. 20 bis 30 Minuten dauern, bis dein Gemüse gegrillt bzw. im Ofen gegart ist.

Bitte immer wieder nach dem Gemüse sehen, damit es nicht anbrennt! Ggf. von dem Ghee in der Form nochmal über das Gemüse geben, Gemüse wenden oder wenig Wasser dazugeben.

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Ganz zum Schluss gibst du noch einen Schuss Sahne (oder Kokosmilch) dazu.

 

 

In der Zwischenzeit machst du deine Couscous-Knödel.

Dazu gibst du zu dem kalten Couscous das Ei und die Speisestärke, mischt alles mit feuchten Händen (weil dir dann nicht so viel an den Fingern hängen bleibt!) gut durch zu einem gleichmäßigen Teig. Zur Seite stellen und etwas ruhen lassen. In der Zwischenzeit schneidest du den Schafskäse in kleine Würfel (bzw. bereitest eine etwaige andere Füllung vor, falls du keinen Schafskäse magst; siehe oben).

Den Schafskäse teilst du in kleine Stücke und bestreust ihn mit dem Schwarzkümmelsamen.

In der kleinen Pfanne machst du nun das Ghee … zum Rausbacken/ Fritieren heiß. Das Fett muss so heiß sein, dass es am Rand des Bratenwenders beim Eintauchen ins Fett Bläschen wirft.

=> Jetzt das kleine Einmaleins für Knödel-Anfänger 😉

Tipp: Mach dir die Hände zum Formen der Couscous-Knödel mit kaltem Wasser nass. Das gilt für alle Knödel, Bällchen … egal aus was sie sind: „Nasser Teig, nasse Hände“. Dann klebt da nicht mehr an den Händen als unvermeidbar. Zwischendurch die Hände nochmal nass machen …

Nun legst du – je nach gewünschter Größe der Knödel (-chen) Teig auf eine Handfläche. Bei richtigen Knödeln dürfen das schon zwei Esslöffel Teig sein!

Eine vernünftige Menge Füllung – in meinem Fall also Schafskäse –, die nicht so viel sein sollte, dass der Teig zum Ummanteln nicht reicht,  mittig darauf geben. Ist eigentlich ganz einfach.

Dann gibst du noch etwas Teig darüber und schließt die Hand halbrund und machst daraus mithilfe der zweiten (nassen) Hand eine schöne FESTE Kugel = Knödel, Kloß, Bällchen … wie immer du das nennen willst und wie groß DU sie gerne hättest. Wichtig ist, dass der Teigmantel dick genug ist, damit die Füllung nicht herausfällt oder – je nach Füllung – herausläuft.

Ordentlich rund „knödeln“, es muss ein FESTER Knödel sein, sonst fällt dir das Ganze beim fritieren … auseinander!

Jetzt rollst du den Knödel noch durch die Semmelbrösel/ durch das Paniermehl und gibst ihn dann ins heiße Fett.  Das Panieren hilft hier den Knödel mit dem relativ losen Couscous zusammenzuhalten. Gerade für nicht so große Routiniers in der Küche ist das ganz hilfreich, denn Couscous neigt dazu in Verbindung mit Öl/ Fett auseinanderzufallen. Ei und Panade tun hier also Gutes für deine Kochnerven! Und nun wird der nächste Knödel gemacht … und der nächste … usw. Das Fett nach dem ersten Knödel etwas herunterschalten.

Die Knödel mithilfe des Bratenwenders bei mittlerer Hitze einige Minuten rundum fritieren.

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Die Knödel sollen goldbraun, farblich ähnlich wie ein schönes Wienerschnitzel, sein! Naja, manche mögens auch etwas dunkler …

Die fertigen Knödel auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und zusammen mit dem Gemüse heiß servieren.

Es passt auch wunderbar noch ein erfrischender Joghurt mit etwas frischer Minze dazu!

Viel Spaß und Guten Appetit!

Euer/ dein

Signatur_Bild
„man at home“

Robert

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