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Rezept: Teigtaschen (Samosas), gefüllt mit selbstgemachtem Frischkäse. Gurken-Raita und Karottengemüse.

Zu den Teigtaschen hat mich ein ayurvedisches Rezept angeregt. Wenn du es ayurvedisch halten willst, dann lässt du einfach beim Teig das Ei weg. Sooo eng sehe ich das aber für mich persönlich nicht …

Die Teigtaschen – „Samosas“ – eignen sich wunderbar als Hauptgang mit Beilagen, weshalb ich zur Abrundung ein Gurken-Raita (Gurken-Jogurt) und einige gedünstete Karotten dazu gemacht habe.

Natürlich kann man die Samosas auch am nächsten Tag wunderbar als kleinen Snack kalt genießen!

 

Du brauchst folgendes Küchenzubehör …

– für das Gurken-Raita

  • Eine Gemüseraspel oder einen elektrischen Häcksler („Moulinette“ oder „Mulithäcksler“)
  • Eine Schüssel zu Anrühren und servieren
  • Ein feines Sieb

– für den Frischkäse

  • 1 GROSSES feines Sieb
  • 1 älteres SAUBERES Küchentuch
  • Kochlöffel
  • Einen Kochtopf zum Erhitzen von Milch mit mindestens zwei Liter Fassungsvermögen (denn die Milch geht beim Kochen hoch!)
  • Eine Schüssel

– für die Teigtaschen/ „Samosas

  • Ein Nudelholz
  • Eine Teigkarte
  • Etwas Frischhaltefolie
  • 1 Bogen Backpapier
  • 1 Schüsselchen zum Mischen der Füllung
  • Eine Servierplatte oder einen Teller zum Anrichten

– für das Karottengemüse

  • Ein Gemüsemesser, Gemüseschäler
  • Gemüsehobel
  • Einen kleinen Topf mit Deckel
  • Eine kleine Schüssel zum Anrichten

 

Zutaten für ZWEI Personen bzw. ca. 6 – 8 Teigtaschen

-Für das Gurken-Raita

  • 150 g Vollmilchjoghurt (mind. 3,5% Fett), ich nehme Schafmilchjoghurt
  • 1 kleine Gärtnergurke/ Minigurke
  • Eine Prise gemahlenen Kreuzkümmel
  • Eine Prise Zucker
  • Einige Blätter frische Minze
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

-Für den Frischkäse

  • Zutaten für EINE Portion:
  • 1/2 Zitrone bzw. 3 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Liter FRISCHE VOLLMILCH (gibt’s im Biomarkt oder im Hofladen frisch vom Bauer)

-Für die Teigtaschen/ „Samosas“

  • 200 g Weizen-Vollkornmehl
  • 100 g EISKALTE Butter
  • 1 gute Messerspitze Backpulver
  • ½ Teelöffel Salz
  • 1 Ei
  • 100 ml Wasser

 

Und für die Frischkäsefüllung zusätzlich:

– Frischkäse wie oben beschrieben

– einige Blätter frische Minze bzw. einen viertel Teelöffel getrocknete Minze

– einen Teelöffel feingehacktes Basilikum

– einen Teelöffel feingehackten Oregano

– einen halben Teelöffel gemahlenen Kurkuma

– eine kleine HALBE, klein gewürfelte Zucchini – Kerne innen vorher entfernen!

– Ein paar Ringe Lauch oder Frühlingszwiebeln

– etwas Salz aus der Mühle

– eine Messerspitze Asant – nur eine Messerspitze verwenden, auf keinen Fall mehr!!!! (im Gewürzhandel auch als „Asafoetida“ oder „Teufelsdreck“ oder beim indischen Lebensmittelhändler zu bekommen) oder hier bestellen.

… wenn es gar nicht zu bekommen ist, dann lasst es weg – die Füllung schmeckt trotzdem 😉

-Für die Karotten

  • Karotten nach Belieben. Für 2 Personen nehme ich 3 mittelgroße Karotten
  • Etwas Butterschmalz/ Ghee
  • ½ Teelöffel Kurkuma
  • Zitronenpfeffer oder einen Spritzer Zitronensaft und Pfeffer aus der Mühle
  • Salz aus der Mühle
  • einen Schuss Weißwein (kann man auch weglassen)
  • etwas Wasser zum Aufgießen

 

So geht’s:

Den Frischkäse stellst du nach dem Grundrezept „Frischkäse selbst herstellen“ her. Dazu verwendest du die oben genannten Zutaten.

Die Zucchini würfelst du in kleine Würfelchen, ein paar Ringe vom Lauch oder in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln brauchst du auch noch … In dem Topf, in dem du später die Karotten machst, brätst du Zucchini und Lauch-/ Frühlingszwiebelringe kurz in ein paar Tropfen Öl an. Wenn du Asant hast, dann gib eine kleine Messerspitze dazu. Dann aus dem Topf rausnehmen und zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Unter den Frischkäse mischt du die kalte Zuchini-Lauch-/Zwiebelmischung, die feingehackte frische Minze bzw. einen viertel Teelöffel getrocknete Minze, das feingehackte Basilikum, den feingehackten Oregano, einen halben Teelöffel gemahlenen Kurkuma, Salz aus der Mühle.

Die Frischkäsefüllung zugedeckt zur Seite, ggf. in den Kühlschrank, stellen, bis du sie brauchst.

Nun machst du den Teig für die Teigtaschen/ Samosas einen sogenannten „gehackten Mürbteig“:
Dazu gibst du auf die saubere Arbeitsfläche das Mehl mit untergemischtem Backpulver, machst eine Mulde in die Mitte. In die Mulde gibst du das Salz, das Ei, das Wasser. Da ich Vollkornmehl nehme, das viel Feuchtigkeit aufnimmt, kann es je nach Mehl sein, dass ich während der Bearbeitung noch einmal etwas Wasser dazu ergänzen muss. Willst du kein Ei nehmen (Achtung, der Teig wird dann nicht so elastisch), musst du entsprechend mehr Wasser dazu geben! Die kalte Butter zerteilst du in kleine Stücke und legst sie an den Rand des Mehls. Nun arbeitest du mit der Teigkarte und mithilfe deiner freien Hand die Butter unter das Mehl und vermischt dabei alles ZÜGIG von außen nach innen. Die Butter wird dabei etwas weicher, aber nicht „batzig“. Zum Schluss nimmst du beide Hände und machst eine schöne Teigkugel daraus. In Frischhaltefolie einwickeln und für MINDESTENS eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

 Mehr zum Mürbteig generell findest du auch hier!

In der Zeit heizt du den Ofen auf 160°C Ober- und Unterhitze (keine Umluft!, davon wird er Teig trocken!) vor. Nimm vorher das Backgitter raus 😉

Nun machst du das Gurken-Raita:

Gurke schälen und kleinhobeln oder Raspeln. Durch einen Tuch oder ein Sieb abtropfen und auspressen, bis die Gurken fast trocken sind.
Vollmilchjoghurt in eine kleine Schüssel füllen und mit einer Gabel oder einem Löffel aufschlagen.

Gemahlenen Kreuzkümmel, Zucker, eine Prise Salz und Pfeffer aus der Mühle dazu geben. Die ausgepressten Gurkenscheiben/-raspeln daruntermischen und zum Schluss die feingehackte Minze daruntermischen und zur Deko darüber verteilen.  Im Kühlschrank bis zum Servieren kalt stellen.

Die Karotten schälen, in Scheiben hobeln.

Jetzt machst du die Teigtaschen/ Samosas weiter.

Den Teig aus der Folie nehmen, auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer langen Wurst mit dem Durchmesser eines Tischtennisballs rollen. Nun schneidest du daraus kleine Stücke. Ich bekomme aus der Teigmenge ca. 8 Teile, die dann in Kugelform ungefähr so groß sind wie ein Tischtennisball.

Zu Kugeln rollen und auf der wenig bemehlten Arbeitsfläche zuerst mit der Hand flachdrücken und dann mithilfe eines Nudelholzes zu jeweils runden, ca. zwei bis drei Millimeter dünnen runden Fladen ausrollen.

Auf eine Hälfte des ausgrollten Teigfladens einen Esslöffel der Frischkäsefüllung geben, dann zusammenklappen und den Teig am Rand mit den Fingern, einem Löffel oder einer Gabel zusammendrücken.

Ich habe die Samosas auf dem Foto noch mit Ei bestrichen und ein paar Schwarzkümmelsammen darüber gestreut. Du kannst auch einfach nur mit Wasser abpinseln oder ein paar Sesamkörner darüberstreuen …

Auf das Ofengitter legst du Backpapier und darauf die Teigtaschen/ Samosas.

Dann im Ofen bei 160°C ca. 15 bis 20 Minuten backen, bis sie eine goldbraune Farbe haben.

In der Zeit kannst du die Karotten fertigstellen.

In einen Topf für die Karotten gibst du etwas Öl oder Ghee/ Butterschmalz. Bei mittlerer Hitze die Karotten rundum anbraten, dann gibst du Kurkuma und ggf. Zitronenpfeffer oder Zitrone und Pfeffer dazu, etwas Salz aus der Mühle. Kurz durchrühren, dann mit einem Schuss Wein und/oder Wasser ablöschen und mit zugedecktem Deckel fertigdünsten lassen. Ggf. zwischendurch nocheinmal etwas Wasser dazu geben. Nach 10 bis 15 Minuten – also wenn die Teigtaschen fertig sind – sind auch die Karotten fertig …

Nun nimmst du die Teigtaschen aus dem Ofen, richtest sie auf einer Platte an, so dass sich jeder selst nehmen kann. In jeweils einem kleinen Schüsselchen stellst du die Karotten und das Raita mit auf den Tisch.

 

Viel Spaß und Guten Appetit!

Dein/ Euer

Signatur_Bild
„man at home“

Robert

 

 

 

2 replies »

  1. Oh das sieht super lecker aus! Ich liebe solche Taschen sowieso und dann auch noch mit Frischkäse 🙂 Yummy! Wir machen so ähnliche Blätterteigtaschen immer mit Spinat, Feta und Pinienkernen oder Spargel Gouda und Kochschinken (für mich ohne Kochschinken 😀 ) das liebe ich 🙂 Dein Rezept hört / und sieht auch total lecker aus! Aber ist bestimmt auch mit etwas Zeit und Aufwand verbunden 🙂

    Liebe Grüße
    Pauline 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Ein bisschen Zeit und Muse braucht man schon. Aber das ist halt so beim Kochen. Klar, die Samosas kannst du füllen mit was auch immer du möchtest! Für Nicht-Vegetarier geht auch Brät oder Hackfleisch, Pilze (unbedingt trocken anbraten, kann man später nicht kalt essen) sind auch toll oder einfach etwas herzhafter mit einem Bergkäse (wie du ja auch mal Feta nimmst) oder scharf gewürzt mit verschiedenen Gemüsen … unendliche Variationsmöglichkeiten!

      Gefällt 1 Person

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