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Angemerkt: Einmal Leipzig und zurück. Oder warum man nicht immer bloggen kann.

Jetzt war es 10 Tage doch ziemlich ruhig auf dem manathome.blog .  Das war einem kleinen Ausflug geschuldet. Und wenn ich mir wunderbare Städte und Stätten anschaue, dann habe ich keine Lust, laufend auf ein Tablet zu schauen, kund zu tun, wo ich mich gerade aufhalte und welches Schnitzel gerade auf dem Teller vor mir liegt … ich finde, dass es nichts Überflüssigeres gibt, als in einem Restaurant sein Essen zu fotografieren und jedem, den es nicht interessiert, mitzuteilen, was man gerade in der Frittenbude futtert … Ach ja, futtern …

Nachdem Berlin für mich und meine Frau wegen des Kirchentags kein (erschwingliches) Hotelzimmer in den von mir gewünschten und bevorzugten Kiezen frei hatte, haben wir uns für Leipzig entschieden. Und Wittenberg. Trotz Kirchentag. Denn da war letzten Donnerstag noch nicht viel los, der unglaubliche Ansturm der Gläubigen kam dort ja erst am Samstag. An dieser Stelle ein begeistertes „WOW“! Ich war ja noch nie in der Lutherstadt und bin – begeistert. Nettes Städtchen, sympathisch, überschaubar. Lutherstadt Wittenberg sieht mich wieder! Das kulinarische Erlebnis dort war ein MINERALWASSER an einem Würstelstand 😉  Verkauft von einer supernetten West-Ost-Migrantin aus meiner oberbayerischen Heimat Oberbayern. Also auch in Wittenberg sprachlich keine Probleme gehabt.

Für die Nicht-Leipziger, die bei manathome.blog vorbeischauen: Also Leipzig … ab sofort ist das meine Alternative zu Berlin! Wenn das dort weiter so entspannt, studentisch und mit netten Leuten an allen Orten durchsetzt, so bleibt und die Leipziger mir versprechen, dass ich auch bei künftigen Besuchen dort nichts von dem (dort beheimateten) rechtsradikalen Parteibonzengesockse zu sehen bekomme und die jungen (und hoffentlich auch alten) Leipziger weiter so kräftig gegen rechts und oft auch gegen die Fahrtrichtung radeln (damit ich leichter einen Parkplatz finde, wenn ich dort bin) und weiter so viele nextbike-Standorte haben (auch wegen der Parkplätze und weil ich dann zumindest theoretisch auch ohne Auto mobil bin), dann werden die mich nicht mehr los! Ich komme wieder! Jetzt habe ich doch glatt gegen meine eigene Blog-Regel „keine Politik“ verstoßen. Egal. Manchmal muss man auch sein Maul aufmachen. Da geht’s ja nicht um Politik sondern um Humanismus. Ach ja, futtern … da habe ich mich jetzt zwischenzeitlich ganz verloren …

DSC00590

Wer’s rausbekommt, wo das ist, bekommt NICHTS! Weil ich Gewinnspiele hasse … Aber das Foto zeigt eines der wirklich SEHR SCHÖNEN Quartiere Leipzigs …

manathome mag es ja gerne studentisch (obwohl im „Fast-schon-Opa“-  und „Meine-Kinder-wären- schon-längst-mit-dem-Studium-fertig“-Alter) … also auf in die Karl-Liebknecht-Str., die KARLI. Was die Kneipen betrifft (und auch eigentlich die ganze Umgebung) hätte ich hier direkt dauerverweilen können. Getestet und als für gut befunden und damit meine Empfehlung für euren Leipzig-Besuch:

Kneipencafe „Orange“. Naja, vom „Mittelmeer-Flair“ habe ich nichts mitbekommen. Aber ist ja auch egal. Gut und günstig, nette Atmosphäre. Gut gekocht haben se auf alle Fälle. Da kann man länger sitzen bleiben … http://www.kneipencafe-orange.de

Thai in der Münzgasse. Das „TUK TUK“ hat eine kleine Außenbewirtung. Bei über 30 Grad wäre das nett gewesen – aber es war einfach alles besetzt. Also drinnen … da war es eh kühler 😉 Tolle Gerichte, liebevoll angerichtet, weit weg von den weit verbreiteten Asia-Fertig-Glibber-Saucen und ähnlichem Unfug. Und ein sehr netter Service. Jeden Bissen wert!  https://www.tuktuk-leipzig.de


Mein Favorit ist aber:

Lulu Lottenstein. Kneipenrestaurant in der KARLI. Da ist für jede Preisklasse was dabei. Unkompliziert, netter Service, tolle Gerichte. Und: Man sieht (auf dem Weg zu den Toiletten) in die Küche. Und da wird sofort alles klar: Das Kochteam lässt sich in die Küche schauen bzw. auf den Teller. Und da brauchen die sich auch nicht zu verstecken! Liebevoll und sorgfältig wurde da angerichtet. Die ganze Kunst des Profis! Was vorne auf den ersten Blick nach Studentenkneipe aussieht (von den Preisen abgesehen, denn man kann dort auch richtig Geld ausgeben!) offenbart sich in der Küche und auf dem Teller als super professionelle und gekonnte Küchenarbeit und Gastronomie. Nicht umsonst legt die Inhaberin wohl Wert auf AUSGEBILDETES Personal. Das hat richtig Spaß gemacht und das nette Team und die legere Atmosphäre sind ganz nach meinem Geschmack. Meine künftige Leipziger Stammlokalität 😉

http://www.lulu-lottenstein.de

Natürlich hätte es noch das Maitre in der Südvorstadt und viele andere Restaurants und Kneipen … aber ein paar wenige Tage sind einfach zu wenig zum rundum und ausgiebig noch dicker werden.

Über den Biergarten gegenüber der Parkbühne im Clara-Zetkin-Park schreibe ich nichts. Sonst gehen da alle hin.

Apropos dicker werden:
Die in jedem Reiseführer erwähnte Kult-Eisdiele in der Leipziger Kochstraße hatte bei über 30 Grad Hitze an einem SAMSTAG geschlossen. Da gibt es nur noch Kopfschütteln und Unverständnis. Da hat wohl die vielgelobte Ostalgie in westalgische „Wir-habens-nicht-mehr-nötig“-Haltung umgeschlagen. Dann halt nicht.

Eine Entdeckung und vollwertige Entschädigung war dann dafür (die sehr kleine) Scholles Eismanufaktur „Vanille und Zimt“, Bornaische Str. 102 / Ecke Probsthaidaer Str.   Total unscheinbarer Laden mit eine paar Stühlen davor. Aber SEHR gutes Eis, selbst vor Ort frisch gemacht und auch mit seltenen Kompositionen begeisternd: Marzipan-Mohn, Drachenfrucht … Ich bin ja mehr der Fan von klassischen Eissorten, aber das war wirklich sehr fein! Also auch künftig und beim nächsten Leipzig-Besuch ein fest einzuplanender Besuch! Internetseite o.ä. gibt es dazu nicht, dafür aber gutes Eis!

 

Auf dem Rückweg dann in Weimar noch in der Schillerstr. 11  in der Gelateria Giancarlo einen großen Pasta-Teller(!) Eis. Der Preis scheint, naja … also … kurz gesagt TEUER. In Augsburg würde da kein sparsamer Schwabe auch nur eine Kugel zu diesem Preis kaufen … Aber gemessen an Frankreich günstig. TROTZDEM: Die fünf Kugeln haben einen riesigen PASTA-Teller ausgefüllt. Ist also alles relativ. Und die Auswahl und Qualität. Und dann noch Schiller, Goethe, schönes Ambiente und eine Baumallee und eine seeehr schöne und sehenswerte kleine Stadt … also bestellen, genießen, nicht maulen und sich darüber freuen, dass das Eis so gut war.

 

So, nun wieder zurück in Augsburg. Ein paar Verpflichtungen und bei viel Hitze wenig Lust, Anspruchsvolles zu kochen und an der Tastatur zu sitzen. Daher also momentan ein bisschen eine reduzierte Rezepte-Präsentation und weniger Beiträge. Ich will ja nicht nur Zutaten auflisten, sondern wie immer Schritt für Schritt auch für den/ die nicht so erfahrenen Hausmänner und Hausfrauen Rezepte und Tipps vorstellen. Aber es geht wieder los …

2 replies »

    • Du hast es ja glaube ich nicht ganz so weit nach Leipzig wie ich. Da wäre ich sicher auch öfter dort! Aaaalso wenn ICH jünger wäre … das wäre auf alle Fälle eine Stadt, die ich mir für eine Ausbildung oder ein Studium vorstellen könnte. Sehr schön und ich werde Leipzig sicher öfter bei meinen Berlin-Besuchen als Zwischenstopp einplanen.

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