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Aprikosenkuchen aus frischen Aprikosen

Eigentlich sollte es ja ein Zwetschgendatschi werden. Aber die Aprikosen waren viiiel schöner als die angebotenen Zwetschgen. Also wurde ein „Aprikosendatschi“ oder Aprikosenkuchen daraus. Ein einfaches Rezept, auch für nicht so erfahrene Hausmänner (und Hausfrauen natürlich!) geeignet. Schnell gemacht und mit ein bisschen Sahne DER erfrischende RENNER bei hochsommerlichen Temperaturen.

Für mein Rezept habe ich 12 nicht zu kleine und nicht zu reife Aprikosen genommen.

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Das braucht ihr für den Belag: 

  • eine mittelgroße Springform (26 oder 28 cm Druchmesser).
  • 10 – 15 Aprikosen, je nach Größe
  • eine Schüssel, in die die Aprikosen passen
  • ein kleines Obstmesser
  • Aprikosenlikör oder einen guten Obstbrand (ich habe einen japanischen Pflaumenlikör genommen)
  • 2 Esslöffel Zucker
  • Zutaten für einen Mürbteig, siehe unten.

Zuerst macht ihr den Mürbteig!

 

Das braucht ihr für den Mürbteig:

  • eine Teigkarte
  • saubere Finger
  • Frischhaltefolie
  • irgendeine Kante zum Ei aufschlagen
  • eine saubere Arbeitsfläche

Zutaten:

Ich nehme für eine mittelgroße Springform:

  • 300 g Mehl
  • 150 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Teelöffel Vanillezucker (ich nehme nicht den aus dem Papiertütchen vom Dr. xy, sondern einen groben Vanillezucker mit echter Bourbonvanille aus dem Feinkostbereich)
  • 1 – 2 Eier je nach Größe
  • 1 – 2 Esslöffel Sauerrahm, Weißwein oder Milch, manchmal auch einen Schuss Rum, je nachdem wie viele Eier ich genommen habe und wie groß diese waren. Sauerrahm macht den Teig auch etwas geschmeidiger und elastischer.
  • Eine Messerspitze Salz

Tipp:

Die Butter oder Margarine in kleinere Stückchen schneiden und sehr kalt stellen. Kühlschrank, ich gebe sie manchmal sogar für 10 Minuten ins Gefrierfach. Mit warmer Butter oder Margarine wird der Teig nichts!

Zügig arbeiten. Butter oder Margarine sollte euch nicht unter den Händen wegfließen.

So geht das mit dem Teig:

Unter das Mehl mischt du das Backpulver und gibst das Mehl dann auf die SAUBERE Arbeitsfläche. In die Mitte machst du eine nicht zu kleine Mulde. In diese Mulde füllst du den Zucker. Dann gibst du dasEi / die Eier, natürlich ohne Schale(!), und ggf. Sauerrahm, Milch oder Weißwein oder die Geschmackszutat Rum dazu.

Butter oder Margarine aus dem Kühlschrank holen. Die Butter-/ Margarinestückchen legst du dir auf die Arbeitsfläche an den Mehlrand. Nun nimmst du ein erstes Stückchen von dem Butter und zerteilst es mit der Teigkarte („gehackter Teig“), vermischt es mit etwas Mehl, das machst du nach und nach so mit der gesamten Butter/ Margarine. Du arbeitest praktisch das Mehl ein bisschen in die Butter/ Margarine ein. Nun mischt du das Ganze zur Mitte hin mit dem restlichen Mehl und den Zutaten in der Mehlmulde. Wenn du das gleichmäßig und zügig von allen Seiten mit der Teigkarte machst und die andere Hand dagegen hältst, dann entsteht so nach und nach ein Teig auf deiner Arbeitsplatte, ohne dass du die Bestandteile des Teigs über die ganze Küche verteilst. Ist eine grobe Vermengung geschehen, so dass keine flüssigen Bestandteile von Ei, Milch, Wein o.ä. mehr auf der Arbeitsfläche herumschwimmen, nimmst du beide Hände und arbeitest den Teig glatt. Mach eine Teigkugel daraus. Diese wickelst du nun in Frischhaltefolie und legst sie bis zur weiteren Verwendung, mindestens aber eine halbe Stunde, in den Kühlschrank.

Die Grundregeln und das komplette Grundrezept für mürben Teig findest du auch hier in einem gesonderten Beitrag!


Belag vorbereiten

Während der Teig ruht, hast du genügend Zeit, dich mit den Aprikosen zu beschäftigen.

Die Aprikosen unter fließendem Wasser waschen und abtrocknen. Dann schneidest du sie rundum auseinander und löst sie mit einem vorsichtigen Dreh vom Kern. Nun schneidest du die Hälften der Länge nach so an, dass du die Aprikosenhälften auseinanderklappen kannst, du also noch miteinander verbundene Viertel vor dir hast. Klar, du kannst auch gleich ganz Vierteln … ist eine Frage der gewünschten Optik …

Stiehlreste, Kern und ggf. holzigen Innenteil, der um den Kern lag, mit dem Messer vorsichtig entfernen.

Die so vorbereiteten Aprikosen gibst du in die Rührschüssel, ein paar großzügige Schuss Likör oder Obstbrand darübergießen, durchmengen und im Kühlschrank durchziehen lassen, bis der Mürbteig mindestens eine halbe Stunde Ruhezeit hinter sich hat.

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Nun heizt du den Ofen auf 200° C Ober- und Unterhitze / Umluft vor. Gitter mittig im Herd.

Während der Ofen heiß wird, machst du den Kuchen fertig …

Eine Springform (Boden) mit Backpapier auslegen. De Rand der Springform mit Butter oder Margarine fetten. Tipps zur Vorbereitung der Springform findest du auch in diesem Beitrag! 

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Jetzt wird der Teig weiter verarbeitet.

Wenn du den Teig weiterverarbeitest, gelten folgende allgemeine Grundsätze:

  1. Formen, Bleche oder ähnliches, in die der Teig kommt werden NICHT gefettet. Mit einer Ausnahme: Tortenboden- Törtchen- oder Tartformen, aus denen du den Teig später stürzen oder loslösen musst, fettest du am Formenrand ein und mehlierst diesen ggf. Zur Vereinfachung gibst du bei einer Springform auf den Boden Backpapier. Mein Tipp dazu hier!
  2. Formen, Bleche usw. immer kalt verwenden, also NICHT vorher in den Herd stellen, gerne aber in den Kühlschrank!
  3. Beim Ausrollen / Kneten so wenig Mehl wie möglich verwenden! Besser ist es, du drückst die Teigkugel in der Form flach und arbeitest dann den Teig von der Mitte zum Rand hin mit den Händen.
  4. Zügig arbeiten, damit der Teig nicht zu warm und weich wird, sonst hast du nur noch einen Butter- oder Margarine-Batz zwischen den Fingern. Oder leg eine Folie dazwischen … Siehe Fotos unten …

Den Teig also als ganze Kugel in die Mitte der Springform geben. LASS DIE FOLIE ÜBER DEM TEIG LIEGEN, während du nun mit den Fingern den Teig gleichmäßig durch drücken in der Form verteilst. So hast du keinen Teig an den Fingern und der Teig lässt sich unkompliziert bis zum Rand der Springform drücken.


Nur zur Sicherheit sei es gesagt: JETZT, vor dem Belegen, natürlich die Folie entfernen 😉 

In den Teig sortierst du nun rundum die Aprikosen und drückst sie etwas in den Teig.

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Nachdem ich die Aprikosen ja vorher in Alkohol „gebadet“ habe und auch ein bisschen knackigere, nicht so vollreife Früchte bevorzuge, habe ich nun noch zwei Esslöffel Zucker darüber gegeben. Das ist Geschmackssache … bei reifen Aprikosen, die ohnehin süßer sind, spare ich mir das …

Nun kommt der Kuchen ca. 30 – 45 Minuten in den Herd. Nach 15 Minuten schalte ich den den Herd auf 180 Grad zurück. ICH mag gerne die leicht angebräunten Spitzen der Aprikosen. Ggf. einfach während des letzten Drittels der Backzeit Backpapier lose auf die Aprikosen legen.

Der Kuchen ist fertig, wenn sich der Rand von der Springform löst …

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Den Kuchen in der Springform ein paar Minuten abkühlen lassen, dann den Rand der Springform entfernen und mit einem große Kuchenheber den Kuchen zum Abkühlen auf ein Gitter umlagern.

Die Aprikosen und der Kuchen dürfen nun noch etwas durchziehen, bis der Kuchen abgekühlt ist. Auch lauwarm mit etwas Sahne mag ich den Kuchen gerne; besonders gerne aber, wenn der Mürbteig am nächsten Tag etwas weich wird … 🙂 

Viel Spaß und Guten Appetit! 

Dein/ euer 

Signatur_Bild
„man at home“

Robert 

 

5 replies »

    • Hallo! Danke für die Rückmeldung. Von deinen Rezepten habe ich auch schon einige gespeichert. Sehr schöne Sachen dabei, die die vorhandenen persischen Rezepte in meinem Kochbuchregal künftig wunderbar abrunden werden 🙂 Die Werbung ist ein „Versuch“ bzgl. Design und Nutzen. Eigentlich sollte an der Stelle jeweils GEZIELT auf Produkte und Tipps verlinkt werden. Aber WORDPRESS macht die Einbindung von Affiliate trotz horrender Premium-Kosten nicht möglich. Dauerhaft wird das Thema Werbung da also nicht sein …

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